Veranstaltungsdetails

Murer – Anatomie eines Prozesses

Greith-Haus

Filmausschnitt »Murer – Anatomie eines Prozesses« Foto: Katharina F.-Roßboth/Prisma-Film

Ein Filmabend rund um den preisgekrönten und viel diskutierten Film, der bei der Diagonale 2018 für Furore sorgte.

Graz 1963. Wegen Kriegsverbrechen steht der angesehene Politiker und Großbauer Franz Murer, von 1941 bis 1943 als SS-Führer und NSDAP-Funktionär für das Ghetto von Vilnius verantwortlich, vor Gericht. Überlebende des Massenmordes reisen an, um auszusagen und Gerechtigkeit zu erwirken. Vergebens. Christian Froschs erschütterndes Zeitbild basiert auf den originalen Gerichtsprotokollen über einen der größten Justizskandale der Zweiten Republik.

Unvermindert ist die Wucht, mit der in Christian Froschs »Murer – Anatomie eines Prozesses« die erschütternden Zeugenaussagen über die Gräueltaten von Franz Murer, dem »Schlächter von Vilnius«, treffen. Die Beweislage war erdrückend, doch der Prozess in Graz endete mit einem Freispruch für Murer. Frosch erzählt diese Verhandlung nach, mit 73 Sprechrollen in dichten Passagen und einer mobilen, stets intensive physische Nähe erzeugenden Kamera von Frank Amann.

Auszeichnungen (Auswahl):Diagonale – Festival des Österreichischen Films (Großer Diagonale-Preis: Bester Österreichischer Spielfilm), Cinepolitica International Film Festival (Bester politischer Film), Deutscher Schauspielpreis (Ensemblepreis), Viennale – Vienna International Film Festival (Wiener Filmpreis: Spezialpreis der Jury)

Im Anschluss an die Filmvorführung laden wir zum Gespräch mit Regisseur Christian Frosch und dem Zeithistoriker Em.o.Uni.-Prof. Helmut Konrad. Moderation: Ute Baumhackl (Kleine Zeitung)

In Kooperation mit Diagonale – Festival des österreichischen Films

Beginn: 19:30 Uhr

Eintritt: 15,– Euro
ermäßigt: 12,– Euro (Ö1-Club, ACard) / Studenten, Lehrlinge und Jugend: 5,– Euro / Kinder bis 8 Jahre gratisKarten:
Tel. +43 3465/20200,
E-Mail reservierungen@greith-haus.at