Archäologische Weg 2

Kurzbeschreibung

Der Archäologische Weg 2 verläuft nördlich von St. Martin und verbindet die Orte Dietmannsdorf, Hart, Otternitz und Reitererberg. Dazu benützt er Waldwege, Anrainer- und Gemeindestraßen. Zwischen den Orten liegen interessante archäologische Punkte und eine wunderschöne Wald- und Wiesenlandschaft.

Schwierigkeit: mittel

Ausgangspunkt: Gemeindeamt St. Martin im Sulmtal

Beschreibung

Beim Begehen der Archäologischen Wege versteht man, warum das Sulmtal ein so gefragtes Siedlungsgebiet unserer Vorfahren war. Nirgendwo sonst in der Steiermark  ist die Dichte an archäologischen Funden so groß wie hier im Sulmtal. Fruchtbare Böden, sanft hügelige Landschaftsformen und gute klimatische Verhältnissen sorgten damals  für starken Zuzug und diese Vorzüge gelten heute noch. Die Zufriedenheit der Menschen ist  spürbar, die  in dieser begnadeten Gegend unterwegs sind, oder hier leben dürfen. Es sind kleinräumige Strukturen, die hier noch bestens funktionieren.  Der Weg führt durch einen wahren steirischen Früchtekorb, gefüllt mit Weintrauben, Kürbissen und Karpfen. Je nachdem wo wir uns gerade befinden, für das Auge öffnet sich immer wieder Neues. Ganz unerwartet befinden wir uns etwa vor Otternitz plötzlich quasi in einem Rudel Hirsche. Links und rechts entlang der Höhenstraße befindet sich hier ein großzügiges Wildgatter mit dem imposanten  Rotwild. Dann kommen die Aussichtspunkte und archäologischen Stationen gerade recht, um etwas zur Ruhe zu kommen. Hier können wir uns informieren oder auch nur die Gedanken schweifen lassen.   Obwohl der Weg rund 13 Kilometer lang ist, Langeweile kommt rund um St. Martin keine auf.

Wegbeschreibung

Ausgangspunkt ist das Gemeindeamt St. Martin. Von hier geht es nach rechts zur  Kirche, wo sich eine Station des archäologischen Weges befindet. Eine Reliefplatte, vermutlich aus einem nahen römischen Landgut, wurde nach dem Abriss des Pfarrhofes gefunden und an der Westfassade der Kirche eingemauert. Zu sehen ist ein Schreiber, der da gerade eine Wachstafel bearbeitet und auf den Gelehrtenstatus seines Hofes hinweist. Wieder retour an der Hauptstraße wandern wir an dieser noch 600 Meter weiter, bis zur Abzweigung Sonnawend nach links. Diese Straße überquert nach einem halben Kilometer den Leibenbach und folgt dem Gewässer nach rechts,  bis der Archäologische Weg 2 vor einer weiteren Brücke nach links aufwärts abzweigt. Auf Straßen und Waldwegen wandern wir durch eine abwechslungsreiche Landschaft an einem Fischteich vorbei  hinauf zu den paar Häusern in Hart. Hier zweigt der Weg nach links ab, durchquert wieder einen schönen Mischwald und verläuft bei den nächsten beiden Gabelungen jeweils nach rechts. Mit herrlichem Blick auf die Niederungen wandern wir wieder talwärts und kommen am Seniorenheim Waldhof und am Gasthof Otternitzerhof  vorbei. Über fruchtbare Kürbissfelder hinweg  treffen wir nach wenigen Minuten auf eine weitere  Gabelung, bei der es sich auszahlt ein paar Minuten zu  verweilen. Das rekonstruierte Hügelgrab in Otternitz zeigt den inneren Aufbau solch einer Begräbnisstätte  und wie die Toten verabschiedet wurden. Im Volksmund heißen diese zahlreich vorhandenen Anlagen bezeichnenderweise "Heidenkögel".  Der Weg zweigt nach links ab und führt oberhalb an einem Karpfenteich vorbei in den Wald und wieder hinauf zu den Hirschen von Otternitz. In einer aussichtsreichen Schleife verläuft die Route nach Reitererberg hinüber und zweigt dort, bei der beeindruckenden Wegkapelle, nach links ab. Wir folgen dem abwärts verlaufenden Weg, an einigen Fischteichen vorbei, zurück nach St. Martin. 

Höchster Punkt:   400 m

Zielpunkt: Gemeindeamt St. Martin im Sulmtal Höhenprofil


Ausrüstung:

Turn- oder Wanderschuhe. Sicherheitshinweise Kaum Verkehr, aber auf den Straßen trotzdem auf selbigen achten. Tipps Variante: Der "Archäologische Wanderweg 2" kann vom Beginn an dem "Archäologischen Wanderweg 1" folgen und zweigt dann nach 600 Meter  bei der nächsten Gabelung nach rechts ab. Diese Variante ist etwas länger , aber auch sehr empfehlenswert. 

Parken: Beim Gemeindeamt  St. Martin oder im Ortszentrum